Wanderfahrt mit unserem Kirchboot ÔÇ×Decke PitterÔÇť von Oppenheim /Rhein bis K├Âln-Z├╝ndorf, vom 3. Oktober bis 6. Oktober 2019

Autor: Tin Zander

Ich will den Bericht einmal vom Ende her anfangen.
Wir hatten uns vorgenommen, bis Hitdorf-Hafen zu rudern, das w├Ąren dann ca. 234 km geworden. Die Wetterverh├Ąltnisse waren bereits am 1. Tag sehr unsicher, viel Regen und Wind hatten wir zu erwarten. 3 Tage ging es aber recht leidlich gut. Nur der letzte Tag versprach bereits am Vorabend Unwetter ohne Ende. So wurde beschlossen, die Fahrt um 30 km zu verk├╝rzen und ÔÇ×nurÔÇť noch bis zu unserem Heimathafen in K├Âln-Z├╝ndorf zu fahren. Das war eine der besten Entscheidungen unserer Wanderfahrtenzeit. An diesem Morgen begann der Regen bereits um 9.00 Uhr und h├Ârte erst am Abend wieder auf. Da waren die meisten Ruderer schon wieder zu Hause oder im Trockenen, aber 7 von 17 Teilnehmern kamen aus und um Berlin und mu├čten noch eine lange Regenfahrt durchstehen. Alle sind ohne Zwischenfall gesund angekommen.

Start in Oppenheim

Nachdem nun die Wetterverh├Ąltnisse geschildert sind. K├Ânnen wir uns den sch├Âneren Seiten dieser Fahrt zuwenden. In aller Fr├╝he (3.10.) ging es in K├Âln los und wir erreichten vor 10.00 Uhr unseren Startpunkt Oppenheim. Dieser Ort ist uns schon von fr├╝heren Fahrten bekannt, denn dieser Termin wird unter dem Namen ÔÇ×EinheitstourÔÇť wegen des Tags der Deutschen Einheit bereits seit Jahren in unserem Kalender gef├╝hrt. Bis zur Mittagspause konnten wir uns an die Eigenarten des Kirchbootes gew├Âhnen. Nach nur 18 km erreichten wir Mainz-Kastell. Der Himmel hatte sich aufgekl├Ąrt, so da├č wir im Freien ein improvisiertes Picknick halten konnten. Bis Bingen waren es dann f├╝r den ersten Tag nochmals ca. 38 km, "nur kurz" unterbrochen von einer Weinbeschaffungspause in Geisenheim.
Wir ├╝bernachteten in der DJH und konnten von diesem Standort aus erstmals wegen des Niedrigwassers die bekannte Engstelle sehen. Die Felsen, die die Fahrrinne begrenzen, waren bestens zu sehen und so konnten wir einen Eindruck von dieser Gefahrenstelle gewinnen.

Binger Loch

Der 2. Tag ging von Bingen nach Koblenz mit Mittagpause im Hafen von St. Goar. Das war eine Tagesetappe von ca. 60 km. Bei anf├Ąnglich schlechtem Wetter nicht gerade eine gute Aussicht. Entsch├Ądigt wurden wir aber, weil uns die sch├Ânste Etappe der Fahrt bevorstand. Vorbei am Binger Loch mit M├Ąuseturm, den Weinorten Trechtlingshausen und Bacharach, die Pfalz bei Kaub (hier ├╝berquerte Bl├╝cher den Rhein und ├╝berraschte das Napoleonische Heer), Oberwesel mit dem Ochsenturm und kurz danach die Felsen im Strom, genannt die 7 Jungfrauen, die auch schon einmal eine unliebsame ├ťberraschung f├╝r Ruderer waren.

Pfalz bei Kaub

Bald darauf erreichten wir den ber├╝hmten und oft besungenen Felsen Lorelay nicht weit von St. Goar. Damit war das erste Zwischenziel zur Mittagspause nach 25 km erreicht. Die vielen Burgen unterwegs kann ich hier nur erw├Ąhnen. In alten Zeiten wurde hier gestritten, geliebt und gelebt. Viele dicke B├╝cher wurden geschrieben ├╝ber die sagenumwobenen und manchmal auch blutigen Geschehnisse hier am romantischen Rhein. Von St. Goar waren es dann noch 35 km bis Koblenz. Bei zunehmend sch├Ânem Wetter wurde diese Strecke in guter Stimmung bew├Ąltigt. F├╝r Teilnehmer an dieser Fahrt sei hier noch daran erinnert, da├č dieser Teil der Rheinlandschaft zum Weltkulturerbe geh├Ârt.

MArksburg

Am Samstag, 5. 10., stand uns die vorletzte Etappe mit 70 km von Koblenz bis Mondorf bevor. Mit Zwischenstopps in Neuwied und Bad Honnef und manchmal etwas Sonnenschein lie├č sich diese Etappe doch sehr angenehm bew├Ąltigen. Auf eine Mittagspause mu├čten wir allerdings verzichten, denn die vorgesehene Anlegem├Âglichkeit im Brohler Hafen war nicht zug├Ąnglich. ÔÇô also weiter wie bisher. Dieser Teil der Fahrt ist ohne gro├če Hindernisse leicht zu rudern. Die Sehensw├╝rdigkeiten sind nicht so spektakul├Ąr wie am Vortag, aber doch sehr sehenswert. Langeweile gibt es nicht.

Deutsches Eck, Koblenz

Von Koblenz bis Neuwied sind es 18 abwechslungsreiche Kilometer, dann geht es vorbei an Andernach und Leutesdorf, Ruine Hammerstein, Bad Breisig und Bad H├Ânningen mit den Mineralquellen, Remagen mit der zerst├Ârten Remagener Br├╝cke mit dem Friedensmuseum, Rolandseck mit dem sch├Ânen Museum Bahnhof Rolandseck, auf dem Berg sieht man den Rolandsbogen, dann vorbei an der Insel Nonnenwerth, am beliebten Rheinort K├Ânigswinter, auf dem Berg thront das bekannte Hotel Petersberg. Jetzt ist es nicht mehr weit zur ehemaligen Bundeshauptstadt Bonn mit verschiedenen Regierungsbauten und einer Anzahl von Bootsh├Ąusern von renomierten Rudervereinen. ├ťber all diese Sehensw├╝rdigkeiten gibt es unendlich viel zu berichten, wenn ein Kenner dieser sch├Ânen Flu├člandschaft im Boot dabei ist.
Am sp├Ąteren Nachmittag erreichten wir den Hafen von Mondorf und machten dort unser Kirchboot f├╝r die Nacht fest. Der Fahrdienst brachte uns danach zum Wohnsitz unseres Fahrtenleiters Norbert. Dort war seine Frau Nicole zusammen mit wenigen Helfern dabei, ein gro├čes Grillabendessen vorzubereiten. Das wurde zu einem H├Âhepunkt dieser ÔÇ×EinheitstourÔÇť. Der Abend klang dann feucht-fr├Âhlich aus.
ALLE TEILNEHMER BEDANKEN SICH HERZLICH!!!

Der letzte Rudertag, Sonntag, 6.10. stand unter einem Schlechtwetterstern. Bereits am Vorabend wurde beschlossen, die Fahrt um ca. 30 km zu verk├╝rzen. Das war eine gute Entscheidung, denn nicht nur beim Ablegen regnete es, sondern an diesem Tag h├Ârte der Regen nicht mehr auf. Das w├Ąre wirklich kein Vergn├╝gen geworden. So ruderten wir am Vormittag nur noch 17 km bis zu unserem Bootshaus und waren froh nach Reinschiff wieder ins Trockene zu kommen. Trotz der nicht idealen Ruderverh├Ąltnisse war die Stimmung in der Truppe ausgezeichnet. Wir hoffen auf eine Wiederholung der Tour bei etwas besseren Bedingungen.  Allen, die am Gelingen und der Organisation dieser Tour beteiligt waren wird hiermit besonders gedankt. Besonders unseren Fahrtenleitern Norbert und Nicole!

Gute STimmung bei Trockenheit!

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Letzte Änderung: 30.10.2019